Je nachdem wie groß Ihr "Loch im Zahn" ist, kommen verschiedene Füllmaterialien in Frage. Zeitgemäß sind Füllungen aus Kunststoff (Composite), Keramik oder Gold. Bei der Auswahl des jeweiligen Materials sind verschiedene Gesichtspunkte, wie z.B. die individuelle Gebißsituation, der allgemeine Gesundheitszustand, ästhetische Ansprüche, Zeit- und Kostenaufwand zu berücksichtigen. Die Haltbarkeitsdauer hängt neben dem Füllungsmaterial von verschiedenen Faktoren wie z. B. der Füllungsgröße, aber auch der Zahnpflege ab.
Kunststoffe
Moderne Kunststofffüllungswerkstoffe erreichen in Härte und Abrasionsverhalten Zahnschmelzniveau. Nachteile sind die aufwendige Verarbeitung und die nicht völlige Farbstabilität. Man kann heute davon ausgehen. dass im kaubelasteten Seitenzahngebiet Kunststofffüllungen 6 bis 8 Jahre halten.
Gold
Goldgußfüllungen oder auch Goldinlays sind die haltbarste Möglichkeit, das "Loch" in einem Zahn wieder zu verschließen. Die Lebensdauer hängt davon ab, ob der Zahn erneut an Karies oder Parodontose erkrankt. Die Goldgußfüllung selbst unterliegt einem so geringen Verschleiß, dass sie lebenslang halten kann. Als Nachteil wird von manchen Patienten die goldene Farbe gesehen.
Keramik
Keramikinlays werden wie Goldgußfüllungen im zahntechnischen Labor hergestellt. Das Herstellungsverfahren ist noch aufwendiger als bei der Goldgußfüllung. Sie sind bei richtiger Anfertigung auch für den Fachmann kaum vom natürlichen Zahn zu unterscheiden. Die Haltbarkeitsdauer liegt über der von Kunststofffüllungen.

Amalgan
Das klassische Amalgam (Kassenstandard, die Kosten werden von der Krankenkasse vollständig übernommen) wird heute mehr und mehr durch alternative Füllungsmaterialien abgelöst. Anwendungen für Amalgam sind Kavitäten im Seitenzahnbereich, wobei es insbesondere für kaukrafttragende Füllungen verwendet wird. Vorteile des Amalgams sind seine gute und schnelle Verarbeitbarkeit auch in ungünstigen Situationen (z.B. wenn der Zahn schlecht trocken gelegt werden kann, oder bei sehr großen Füllungen) sowie seine lange Haltbarkeit. Bei einer nachgewiesenen Allergie gegen Bestandteile von Amalgam, darf das Füllungsmaterial nicht angewendet werden. Bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen und in der Schwangerschaft sollten keine neuen Amalgamfüllungen gelegt werden.
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